Corona-Warn-App geht an den Start

4 Junge Menschen halten Abstand und nutzen die Corona-warn-app

So funktioniert die neue App der Bundesregierung und des Robert Koch-Instituts.

Nun ist sie da: Die Corona-Warn-App. SAP und die Deutsche Telekom haben sie gemeinsam im Auftrag der Bundesregierung und des Robert Koch-Instituts entwickelt. Die App soll dabei helfen, Corona-Ansteckungen nachzuverfolgen. Mit ihr können Infektionsketten frühzeitig erkannt und schnell unterbrochen werden.

  • So funktioniert die Corona-App.
  • Wie werden positive Test-Ergebnisse eingetragen?
  • Darum ist die App so wichtig.
  • Kann ich der App vertrauen?

So funktioniert die Corona-Warn-App.

Nach dem Runterladen der App auf dein Smartphone misst sie via Bluetooth Low Energy den Abstand zu Personen in deiner Umgebung. Bei dieser Bluetooth-Variante verbraucht dein Smartphone nur wenig Energie. 

Die App misst den Abstand zu deinen Mitmenschen und speichert die Begegnung – vorausgesetzt sie haben ihr Smartphone dabei und die App ebenfalls installiert. Eure Identitäten sind dabei jederzeit verschlüsselt. Das heißt, du erfährst nicht, wer konkret in deiner Nähe war oder wer aus diesem Personenkreis infiziert ist. Auch infizierte Personen erfahren nicht, wen die App über den Kontakt zu ihnen informiert.

Hier kannst du dir die App kostenlos runterladen.

Falls eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kann sie das Ergebnis freiwillig in die App eintragen. Die App prüft dann alle verschlüsselten Identitäten, in deren Nähe sich der Infizierte aufgehalten hat. Gibt es Übereinstimmungen, werden die Betroffenen darüber informiert, dass sie einen „kritischen“ Kontakt hatten. Auf Basis dieser Information können sich App-Nutzer beispielsweise schnell auf das Virus testen lassen oder sich in eine freiwillige Quarantäne begeben.

Bei Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Virus bleib bitte zu Hause und vermeide alle sozialen Kontakte. Geh bitte nicht direkt in eine Klinik oder Arzt-Praxis. Ruf besser dort an. Ärzte und medizinische Fachkräfte klären dich über die weitere Vorgehensweise auf. Dein behandelnder Arzt entscheidet, ob er dich auf das Coronavirus testen lassen möchte. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen dann die Kosten für den Test.

Wie werden positive Test-Ergebnisse eingetragen?

Wenn du positiv auf das Coronavirus getestet wurdest, kannst du das Ergebnis freiwillig in die App eintragen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Du erhältst einen QR-Code von deinem Labor.
    Wenn dein Test-Ergebnis aus einem Labor kommt, das technisch dazu ausgestattet ist, erhältst du dort direkt einen QR-Code. Diesen Code kannst du mit deinem Smartphone scannen. Dein Ergebnis wird dann eingetragen und betroffene Kontakte erhalten eine Information.
  2. Du erhältst einen TAN-Code am Telefon.
    Du hast ein positives Test-Ergebnis, aber keinen Code für die App. In diesem Fall rufst du die Hotline an und informierst die Mitarbeiter dort über dein Test-Ergebnis. Anschließend erhältst du am Telefon einen TAN-Code, den du in der App angeben kannst.

Code am Telefon erfragen – so geht’s.

Unter 0800 7540002 kannst du dein positives Test-Ergebnis angeben. Und erhältst dort einen TAN-Code für die Corona-Warn-App.

Darum ist die App so wichtig.

Bis heute haben wir gemeinsam viel erreicht. Denn die Zahl der Corona-Infektionen ist in Deutschland bisher verhältnismäßig gering. Nach und nach werden dadurch für das tägliche Leben immer mehr Lockerungen möglich. Das ist auch dein Verdienst! 

Du bist zu Hause geblieben, wann immer es dir möglich war. Draußen hast du von anderen Menschen Abstand gehalten und deine Freunde und Familie nur im Ausnahmefall besucht. Nach jedem Einkauf hast du dir gründlich die Hände gewaschen und natürlich immer in die Armbeuge geniest.

Aber: Wir müssen auch gemeinsam den nächsten Schritt gehen. Statt Zurückhaltung müssen wir Ehrgeiz zeigen und aktiv werden. Mit dem Download und der Aktivierung der Corona-Warn-App ist das jetzt möglich. Je mehr Menschen sie nutzen, desto schneller werden Kontakte von Infizierten nachvollzogen und die Verbreitung des Virus eingedämmt.

Kann ich der App vertrauen?

Die Corona-Warn-App wurde im Auftrag der Bundesregierung und des Robert Koch-Instituts vom Software-Konzern SAP und der Deutschen Telekom entwickelt. Die Telekom hat zur Unterstützung zwei Telefon-Hotlines für die App-Nutzer eingerichtet: Eine hilft bei der Installation der App, die andere beim Angeben eines positiven Testergebnisses. 

Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters TÜV Informationstechnik werde die App stabil und sicher laufen, ohne ihre Anwender auszuspionieren. Das habe eine Prüfung der App im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergeben. Auch der Chaos Computer Club hat sich positiv über die App geäußert.

Wenn du die App herunterlädst, musst du dich also nicht um deine Daten sorgen. Auch wenn bei digitalen Anwendungen natürlich immer ein gewisses Rest-Risiko bleibt.

Alles, was du im Zusammenhang mit deiner Krankenkasse und dem Coronavirus wissen musst, findest du hier.

6 Kommentare:

  • Wenn jemand infiziert war, ist er doch nicht mehr ansteckend und wenn jemand akut infiziert ist, befindet er sich in Quarantäne…. Wie soll das dann funktionieren? Ich bin doch nur von denen gefährdet, die es selbst nicht wissen.

    • Hallo Heike,

      das Ganze funktioniert wie eine Art Schneeballsystem. Sobald jemand. von seiner Infektion erfährt und das Ergebnis in die App eingibt, werden die Kontakte der vergangenen 14 Tage informiert. Das System schaut also praktisch in die Vergangenheit, da das Virus auch bereits vor dem Auftreten etwaiger Symptome – in der sogenannten Inkubationszeit – übertragen werden kann. Die Kontakte wiederum können sich testen lassen und falls notwendig in Quarantäne begeben. Falls sie positiv getestet werden, können sie wiederum ihr Ergebnis in die App eingeben. Auf diese Weise können Infektionen schnell nachverfolgt und das Virus eingedämmt werden.

      Natürlich funkioniert das nur in den Fällen, in denen jemand getestet wird und somit von seiner Infektion auch erfährt. Menschen, die aufgrund fehlender Symptome nicht getestet werden, können dann natürlich auch keine Kontakte per App warnen. Denn die App wird nur nach aktiver Eingabe tätig.

      Viele Grüße
      Johanna vom Social Media-Team der KNAPPSCHAFT

  • Und wenn der jenige der getestet wurde darauf und es ist positiv heißt noch lange nicht das er das frei gibt das Ergebnis dann kann man nichts machen

    • Hallo Yvonne,

      da hast du Recht. Die App basiert auf Freiwilligkeit. Aber: Je mehr Leute sie nutzen, um so größer die Chance, das Virus einzudämmen.

      Viele Grüße,
      Johanna vom Social Media-Team der KNAPPSCHAFT

  • Ich arbeite im Verkauf und habe täglich viele Kunden um mich herum. Das Tragen einet Mund-Nasen Bedeckung lässt bei vielen Kunden zu wünschen übrig. Sie habe diverse belanglose Argumente. An diesem Arbeitsplatz ist schon immer Handy verbot. Darf mir der Arbeitgeber mir grundsätzlich verbieten, ein Stummes Handy mit dieser aktivierten App am Körper zu tragen.

    • Hallo Magda,

      vielen Dank für deine Nachricht. Das ist eine arbeitsrechtliche Frage. Wir als Krankenkasse können dazu leider keine Auskunft geben. Falls es in deinem Unternehmen einen Betriebsrat gibt, ist es sinnvoll sich dorthin zu wenden. Alternativ kannst du dich mit dieser Frage auch an eine Gewerkschaft wenden.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter.

      Viele Grüße
      Claudio vom Social Media-Team der KNAPPSCHAFT

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