Glücksgefühle und Fitness

Glücksgefühle und Fitness

Was macht Sport mit dem Körper?

Einem Staatsmann des 20. Jahrhunderts wird das Zitat „Sport ist Mord“ zugeschrieben. Was zeigt, dass auch große Persönlichkeiten der Geschichte gründlich daneben liegen können. Kaum etwas ist auf Dauer schädlicher als Bewegungsmangel. Dafür ist der Mensch nicht gemacht. Wenn wir uns nur noch zwischen Bett, Bürostuhl und Couch hin- und her bewegen, leben wir zwar bequem, aber nicht gesund. Körperlich und seelisch. Wie Sport dich gesund hält und warum Sport deine Psyche stärken kann, erfährst du in unserem Beitrag.

Experten-Tipp:

Portrait von Dr. Markus Bruckhaus-Walter, Sportmediziner und Experte der KNAPPSHAFT
Dr. Markus Bruckhaus-Walter, Sportmediziner und Experte der KNAPPSCHAFT

Experten-Tipp:

„Regelmäßige Bewegung hält nicht nur unseren Körper fit. Wenn wir uns richtig auspowern, werden Hormone und Botenstoffe freigesetzt. Sie sorgen dafür, dass wir uns wohl fühlen, ausgeglichener sind und Stress besser wegstecken“

Bewegung: Positive Wirkung auf Körper und Geist

Die positiven Auswirkungen von Bewegung spielen sich auf zwei Ebenen ab. Was passiert beim Sport im Körper? Ob beim Laufen, Radfahren, Schwimmen, Klettern oder Fußballspielen – dein Körper macht immer das gleiche. Die Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen treten in Aktion. Dafür benötigt dein Körper Energie und verbrennt Kalorien. Du verlierst also einen Teil der Energie, die du über die Nahrung zu dir nimmst. Das beugt Übergewicht vor. Zudem wird dein Bewegungsapparat trainiert und deine Muskulatur gestärkt. Das hilft dir, wenn du zum Beispiel Probleme mit dem Rücken hast. „Auch das Immunsystem profitiert von der Bewegung. Entzündungshemmende Immunzellen bilden sich schneller und das Infektionsrisiko sinkt“, so Bruckhaus-Walter.

Unser Experte weiter: „Durch regelmäßigen Sport erhöht sich zudem die Knochenmasse und die Zellalterung wird verlangsamt. In gewisser Weise macht Sport uns also jünger – nicht optisch, aber biologisch.“

Das ist aber noch nicht alles. Regelmäßige Bewegung beeinflusst auch deine Gehirnleistung. Sicher hast du das schon einmal erlebt. Nach einem langen und stressigen Tag hast du dich trotz deiner Erschöpfung aufgerafft und bist zum Sport gegangen. Und am Ende der Trainingseinheit ging es dir viel besser als vorher. Diesen Effekt nennt man „den Kopf freibekommen“. Während du in Bewegung bist, wird dein Gehirn besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Außerdem wird der präfrontale Kortex heruntergefahren. Das ist der Teil im Gehirn, der für dein Arbeitsgedächtnis wichtig ist. Durch das Herunterfahren wird dein Denkapparat quasi neu gestartet. Ähnlich wie bei einem Neustart am Computer. Deine Gedanken können sich neu fokussieren. Durch körperliche Anstrengung am Tag kannst du auch besser ein- und durchschlafen. Das gibt deinem Geist Ruhe zum Energie tanken.

Be Happy: Die Ausschüttung körpereigener Stoffe

Die positiven Auswirkungen sportlicher Aktivitäten auf den Körper sind bereits ein gewichtiges Argument. Aber auch die Psyche profitiert davon, wenn du regelmäßig aktiv bist. Einfach formuliert: Sport macht glücklich. Der Sportmediziner erklärt: „Beim Sport schüttet der Körper verschiedene Stoffe aus, unter anderem Endorphine und Serotonin. Diese Stoffe helfen dabei, Schmerzen zu unterdrücken und Stress abzubauen.“ Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass lästige Kopfschmerzen nach einer Trainingseinheit deutlich schwächer geworden sind? Das liegt an der Ausschüttung der genannten Stoffe. Zudem sorgen die sogenannten Glückshormone für gute Laune und weniger Aggressionen. Deine Psyche wird durch Sport gestärkt und du kannst den Alltag besser meistern.

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Joggen oder Krafttraining – Was für ein Typ bin ich?

Teamplayer oder Alleinunterhalter? Waldläufer oder Fisch im Wasser? Die Auswahl an Sportarten scheint unerschöpflich. Aber welche ist die Richtige? Darauf gibt es nicht die eine Antwort. Positive Effekte für deine Gesundheit kannst du mit jeder Art von Sport erzielen. Es kommt darauf an, womit du dich wohl fühlst und welche Ziele du dir stecken möchtest. Manche Bewegungsformen fördern die Ausdauer, andere Balance und Koordination. Mannschaftssportarten stärken besonders die Sozialkompetenz. Beim Krafttraining werden besonders viele Glückshormone ausgeschüttet.

Gut zu wissen

Übrigens musst du dich nicht unbedingt in einem Fitnessstudio oder Sportverein anmelden. Auch zu Hause oder an der frischen Luft gibt es viele Möglichkeiten, ein regelmäßiges Workout durchzuführen. Bereits ein Training von 30 Minuten alle zwei Tage reicht aus, um dein Wohlbefinden zu stärken. Hierbei unterstützen dich unsere Tipps fürs Rückentraining zu Hause und auch unser Online-Kurs „Rückenfitness“. Probiers mal aus!

„Gerade für Neu- und Wiedereinsteiger ist es dabei wichtig, sich nicht zu überfordern. Bis zur Erschöpfung zu trainieren, erhöht das Verletzungsrisiko“, betont Bruckhaus-Walter. „Auch wer aufgrund der pandemiebedingten Schließungen der Sportstätten lange nicht trainiert hat, sollte es langsam angehen lassen.“ Wenn du unsicher bist, welche Sportart und Trainingsintensität gut für dich ist, kannst du dich mit dem Hausarzt oder Sportmediziner beraten.  Natürlich darfst du die eigene Komfortzone auch mal verlassen. Aber immer mit Augenmaß. Beim Training solltest du die Belastung kontinuierlich steigern. Etappenziele helfen dir, dabei zu bleiben und geben dir ein Erfolgsgefühl, wenn du etwas geschafft hast. So kommt der Spaß auch nicht zu kurz.

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Fazit: Aktiv sein lohnt sich immer!

Bewegung ist kein Allheilmittel. Wer ernsthaft krank ist, muss ärztlich behandelt werden. Auch bei psychischen Problemen wie Depressionen oder Angststörungen ist die Hilfe eines Experten erforderlich. Bewegung kann aber die Heilung unterstützen und dabei helfen, Krankheiten erst gar nicht entstehen zu lassen. Die Auswirkungen von Sport auf den Körper sind daher nicht zu unterschätzen. Aktiv sein lohnt sich – in jedem Alter.


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