Darum ist es so wichtig.
Wasser ist lebensnotwendig – doch wusstest du, dass es auch deinen Blutdruck beeinflusst? Schon ein Glas Wasser kann spürbare Auswirkungen haben: Es hilft, den Blutdruck zu stabilisieren und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Trinkst du dagegen zu wenig, kann der Blutdruck ansteigen. Wie genau das funktioniert und warum regelmäßiges Trinken so wichtig ist, erklären wir dir im folgenden Magazin-Beitrag. Jetzt lesen!
- Wassermangel sorgt für Bluthochdruck.
- Wasser trinken zum Blutdruck senken.
- Worauf solltest du sonst bei der Ernährung achten?
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Wassermangel sorgt für Bluthochdruck.
Wassermangel ist ein häufiger, aber oft unterschätzter Faktor für die Entstehung von Bluthochdruck. Wenn du deinem Körper über längere Zeit hinweg nicht genügend Wasser zuführst, kann das die Funktion deiner Blutzellen und deines Gewebes beeinträchtigen. Wasser ist für viele Körperfunktionen wichtig – es sorgt dafür, dass deine Zellen richtig arbeiten. Wenn zu wenig Wasser vorhanden ist, schrumpfen die Blutzellen, um sich an den Flüssigkeitsmangel anzupassen. Diese Schrumpfung der Zellen führt zu einer höheren Spannung in den Blutgefäßen, da die Arterien mehr Druck aufbauen müssen, um das kleinere Volumen an Blut zu transportieren. Das wiederum erhöht den Blutdruck und kann so zu Bluthochdruck führen.
Tipp unseres Experten:
Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird, ist, dass das Trinken von Wasser in einigen Fällen den Blutdruck vorübergehend erhöhen kann. Besonders dann, wenn du stark dehydriert bist. Wenn du dann eine größere Menge Wasser auf einmal trinkst, kann es zu einer Erhöhung des Blutvolumens kommen. Das zusätzliche Volumen im Kreislaufsystem führt dazu, dass der Blutdruck vorübergehend ansteigt. Dieser Effekt ist allerdings nur kurzfristig, da dein Körper in der Regel schnell in der Lage ist, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Expertenprofil lesenAuch die Reaktion des Körpers auf Dehydrierung kann den Blutdruck beeinflussen. Wenn dein Körper merkt, dass er zu wenig Flüssigkeit hat, wird er Hormone wie Vasopressin freisetzen, die die Blutgefäße verengen, um Flüssigkeit zu sparen. Diese Verengung der Blutgefäße sorgt dafür, dass der Blutdruck steigt, um den normalen Blutfluss zu den Organen aufrechtzuerhalten. In solchen Fällen kann das Trinken von Wasser, während die Blutgefäße noch verengt sind, den Blutdruck sogar weiter ansteigen lassen – ein weiterer Grund, warum du bei Bluthochdruck nicht auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr verzichten solltest.
Trotz entwässernder Medikamente: Wasser trinken
Oft wird Bluthochdruck mit Medikamenten wie Diuretika behandelt. Diese Tabletten entwässern den Körper, was zu einer Verringerung des Flüssigkeitsvolumens im Kreislaufsystem führt und somit den Blutdruck senkt. Viele Menschen, die diese Medikamente einnehmen, denken jedoch, dass sie generell weniger Wasser trinken sollten, um den gleichen Effekt zu erzielen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Wenn du Diuretika nimmst, verliert dein Körper Wasser und wichtige Mineralstoffe, und du kannst schnell austrocknen. Deshalb ist es gerade bei Bluthochdruck wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, um diese Austrocknung zu verhindern und deinen Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.

Wasser trinken zum Blutdruck senken.
Wasser trinken kann eine wichtige Rolle dabei spielen, den Blutdruck langfristig zu senken. Wenn du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst, unterstützt du die Funktion deiner Nieren. Diese filtern überschüssiges Natrium und Abfallstoffe aus dem Blut, was hilft, den Blutdruck zu regulieren. Eine gute Wasserzufuhr erleichtert den Nieren diesen Prozess.
Wasser hilft auch dabei, die Viskosität deines Blutes zu regulieren. Wenn der Körper dehydriert ist, kann das Blut dicker und zähflüssiger werden, was das Herz zusätzlich belastet und den Blutdruck erhöht. Mit ausreichender Flüssigkeit bleibt das Blut dünnflüssiger und der Blutfluss wird reibungsloser, wodurch das Herz-Kreislaufsystem weniger beansprucht wird.Ein weiterer Vorteil von ausreichend Wasser ist, dass es das Elektrolytgleichgewicht aufrechterhält, was für einen gesunden Blutdruck unerlässlich ist. Wasser hilft auch dabei, das autonome Nervensystem zu stabilisieren, das für unbewusste Funktionen wie den Herzschlag und die Blutgefäßverengung zuständig ist.
Wie viel Wasser sollte ich trinken?
Wie viel Wasser du trinken solltest, um den Blutdruck positiv zu beeinflussen, variiert von Person zu Person. Allgemein gilt, dass etwa zwei Liter Wasser pro Tag ein guter Richtwert sind. Der tatsächliche Bedarf kann jedoch höher sein, je nach deinem Aktivitätslevel, dem Klima, in dem du lebst, oder deinem Alter und Gewicht.
Achte darauf, regelmäßig Wasser zu trinken, besonders wenn du Durst hast, und orientiere dich an der Farbe deines Urins: Ein gesunder Flüssigkeitshaushalt zeigt sich in hellgelben Urin.
Experten-Wissen:
Dennoch solltest du darauf achten, nicht zu viel zu trinken, da Überhydration ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann. Wasser ist kein Wundermittel, aber es trägt als Teil eines gesunden Lebensstils zur langfristigen Blutdruckregulation bei. Falls du dir Sorgen um deinen Blutdruck machst oder bereits gesundheitliche Probleme hast, ist es immer sinnvoll, mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen, um herauszufinden, ob mehr Wassertrinken für dich sinnvoll ist.
Worauf solltest du sonst bei der Ernährung achten?

Eine gesunde Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle von Bluthochdruck. Bestimmte Lebensmittel können den Blutdruck auf natürliche Weise senken, während andere ihn erhöhen können. Es geht darum, kaliumreiche Lebensmittel, gesunde Fette und wenig Salz in den Alltag zu integrieren und gleichzeitig auf verarbeitete Lebensmittel, zu viel Zucker und gesättigte Fette zu verzichten. Mit einer ausgewogenen Ernährung, die Gemüse, Obst, gesunde Fette und wenig Salz umfasst, kannst du deinen Blutdruck langfristig stabilisieren und deine Herzgesundheit fördern.
| Lebensmittel | Empfehlenswert | Nicht empfehlenswert |
| Kalorienfreie Getränke | Wasser, ungezuckerter Kräutertee, 1 bis 2 Tassen Kaffee oder grüner Tee | Fruchtsaft, Softdrinks, Milchmixgetränke, Alkohol |
| Gemüse | Feldsalat, Grünkohl, Spinat, Rote Bete, Knoblauch, Meerrettich, Erbsen, Linsen | Gemüsekonserven (salzreich), Mais |
| Obst | Beeren, Orangen, Kiwis, Nektarinen, Papaya, Grapefruit (Vorsicht bei Medikamenten) | Gezuckerte Obstkonserven, kandierte Trockenfrüchte, Bananen, Ananas |
| Fette und Öle | Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Leinöl (sparsam), Butter in kleinen Mengen | Schweine- und Gänseschmalz, Palmfett, Mayonnaise, Sonnenblumenöl |
| Nüsse und Samen | Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Kürbiskerne, Chiasamen | Gesalzene Nüsse |
| Fisch und Meeresfrüchte | 2 Portionen/Woche, besonders fettreiche Fische wie Lachs, Makrele, Hering | Fisch in Mayonnaise oder Sahne eingelegt, salzige Dosenprodukte |
| Snacks | Mind. 70-prozentige Zartbitterschokolade | Süßigkeiten, Chips, Salzgebäck, süße Backwaren |
| Wurst und Fleisch | Mageres Fleisch wie Hühnerbrust, Putenfleisch | Rotes Fleisch, Schweinefleisch, Wurstwaren |
| Getreide und Beilagen | Vollkornbrot, Vollkornreis, Haferflocken, Pellkartoffeln | Weißmehlprodukte wie Weißbrot, Toastbrot, Pommes |
| Eier, Milch und Milchprodukte | Eier, Milch 1,5 Prozent Fett, Buttermilch, Speisequark bis 20 Prozent, Harzer Käse | Sahne, Crème fraîche, Fruchtjoghurt, gesüßte Milchprodukte |
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