Symptome eines Schlaganfalls bei Frauen

Eine ältere Mutter in mit ihrer Tochter einer Umarmung unterhalten sich über Symptome eines Schlaganfalls bei Frauen

So erkennst du einen Schlaganfall.

Ein Schlaganfall wird bei Frauen meist nicht erwartet. Deshalb werden die Symptome bei Frauen manchmal nicht schnell genug bemerkt. Dabei zählt jede Minute, um schwere Schäden zu vermeiden. Welche Anzeichen für einen Schlaganfall bei Frauen typisch sind, wie du ihn erkennst und wie du vorbeugst, erfährst du im Magazinbeitrag. Jetzt lesen!

Inhaltsverzeichnis

Wie entsteht ein Schlaganfall bei Frauen.

Es gibt verschiedene Arten von Schlaganfällen. Die sogenannte ischämische Form entsteht durch eine Verstopfung hirnversorgender Blutgefäße. Dies kann beispielsweise durch Arterienverkalkungen an Ort und Stelle oder durch fortgespülte Gerinnsel aus vorgeschalteten Arterien oder aus dem Herzen entstehen. Hierfür sind hoher Blutdruck, Rauchen und das Vorhofflimmern, eine bestimmte Herzrhythmusstörung, besonders wichtige Ursachen.

Der hämorrhagische Schlaganfall tritt in der Regel dadurch auf, dass ein Aneurysma oder ein Blutgefäß im Gehirn platzen und Blut ins Gehirn austritt. Hier spielt neben hohem Blutdruck auch der Alkoholkonsum eine Rolle, da sie die Blutgefäße schwächen. Zudem können Aneurysmen im Gehirn ein Risiko darstellen – dabei handelt es sich um aufgeblähte Stellen in den Gefäßen, die ebenfalls platzen können.

Wichtige beeinflussbare Risikofaktoren eine oder beide Arten von Schlaganfällen sind erhöhter Blutdruck, Rauchen, höherer Alkoholkonsum, ein gestörter Blutzucker-, Cholesterin- oder Fettstoffwechsel, Übergewicht und Bewegungsmangel. Präventive Maßnahmen wie eine ärztliche Kontrolle der messbaren Risikofaktoren, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und das Vermeiden von Rauchen und Alkohol können das Risiko senken.

Ältere Frau zeigt Anzeichen von Stress oder Sorgen, sitzt nachdenklich im Schlafzimmer, symbolisch für gesundheitliche Herausforderungen oder persönliche Belastung.
Eine ältere Frau sitzt nachdenklich im Schlafzimmer, zeigt Anzeichen von Stress oder Sorgen, und repräsentiert Themen wie Gesundheit, Pflege und mentale Gesundheit.

Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen und das Risiko senken?

  • Vorsorge: regelmäßige Kontrollen

    Lass deinen Blutdruck regelmäßig checken, entweder beim Arzt oder in der Apotheke. Hoher Blutdruck ist in vielen Fällen der erste Hinweis auf ein Risiko, und je früher du etwas dagegen unternimmst, desto besser. Auch Vorhofflimmern, eine häufige Herzrhythmusstörung, sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Besonders nach einer schweren Covid-19- oder Influenza-Erkrankung kann es sinnvoll sein, eine kardiologische Praxis zu besuchen, da das Virus das Schlaganfallrisiko erhöhen kann. Ein regelmäßiger Check-up bei deinem Hausarzt hilft, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.
  • Stress vermeiden: Sorg für dein seelisches Wohl

    Stress fördert Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es ist daher wichtig, herauszufinden, was dir in stressigen Zeiten guttut. Achtsamkeit, Meditation, autogenes Training und vor allem, Ausdauersport können dir helfen, Risiken zu senken, den Kopf freizubekommen und deinen Körper zu entspannen. Nimm dir bewusst Zeit für dich und achte auf deine körperliche und mentale Gesundheit.

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  • Rauchstopp

    Wenn du rauchst, erhöht sich unter anderem dein Schlaganfallrisiko drastisch. Rauchen verengt die Blutgefäße und treibt den Blutdruck in die Höhe. Mit unserem Online-Kurs Rauchfrei durchs Leben unterstützen wir dich auf dem Weg zum Nichtraucher.
  • Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Kost

    Iss frisch, ausgewogen und nährstoffreich – wenig Zucker, keinen Alkohol und dafür viel Gemüse sowie ungesättigte Fettsäuren. Eine gesunde Ernährung hilft, deinen Cholesterinspiegel zu senken und beugt Diabetes sowie Bluthochdruck vor – alles Faktoren, die dein Risiko für einen Schlaganfall verringern. Eine Ernährungsberatung kann hilfreich sein und wird durch die ergänzenden Rehaleistungen der KNAPPSCHAFT bei Bedarf übernommen.
  • Bewegung: Bleib aktiv

    Kombinier Ausdauersport mit Krafttraining – so bleibt dein Körper fit und du schützt dich vor vielen Krankheiten.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall bei der Frau

Tipp unseres Experten:
Prof. Dr. med. Michael Linnebank
Prof. Dr. med. Michael Linnebank, MBA, Facharzt für Neurologie, Sozialmedizin, Medizinische Begutachtung, Verkehrsmedizin, fachgebundene genetische Beratung

Tipp unseres Experten:

Ein Großteil der Risikofaktoren, die einen Schlaganfall bei Frauen begünstigen, gleicht sich mit den Risikofaktoren von Männern. Aber auch eine aktuelle Schwangerschaft oder das Einnehmen von Hormonpräparaten wie der Pille können das Risiko leicht steigern.

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Schlaganfall erkennen mit dem BE-FAST-Test

Bei einem Schlaganfall ist schnelles Handeln wichtig. Die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls sind Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle, Schwindel mit Gangunsicherheit sowie sehr starke Kopfschmerzen. Bei einem Verdacht heißt es wortwörtlich BE-FAST. Gemeint ist damit der BE-FAST-Test. Mit diesem kannst du die wichtigsten Anzeigen anhand der folgenden einfachen Merkregel leicht überprüfen:

Balance (Gleichgewicht)Kann die Person plötzlich nicht mehr sicher stehen? Wirkt sie wackelig?
Eyes (Augen)Liegt eine Sehstörung vor? Sieht die Person plötzlich doppelt?
Face (Gesicht)Bitte die Person, zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab? Das kann auf eine einseitige Lähmung hindeuten.
Arms (Arme)Lass die Person beide Arme nach vorn strecken. Mit den Handflächen nach oben. Bei einer Lähmung durch einen Schlaganfall sinkt der Arm evtl. wieder oder dreht sich.
Speech (Sprache)Fordere die Person auf, einen einfachen Satz nachzusprechen. Klingt die Sprache verwaschen? Findet sie die Wörter nicht richtig?
Time (Zeit)Stellst du eines der genannten Symptome fest? Dann keine Zeit verlieren! Wähl den Notruf 112 und schildere die Situation.

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