Krebsvorsorge für Männer und Frauen

Eine Ärztin bei der Krebsvorsorge für Männer und Frauen

Behalt deine Gesundheit im Blick.

Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, umso besser ist sie behandelbar. Entsprechende Vorsorgeuntersuchungen sind daher besonders wichtig. Auch dann, wenn du einen gesunden Lebensstil pflegst, solltest du deine Termine zur Krebsvorsorge wahrnehmen. Welche das sind und was dahinter steckt, erfährst du im Beitrag!

Warum ist die Krebsvorsorge so wichtig?

Krebsvorsorge kann Leben retten – vielleicht auch deins. Denn bei Krebs gilt: Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. In manchen Fällen kann Krebs sogar verhindert werden, bevor er überhaupt entsteht. Die Medizin hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Heute gibt es Untersuchungen, mit denen Krebs sehr früh erkannt wird. Oft noch in einem Stadium, in dem du selbst keine Beschwerden hast. Genau deshalb sind diese Untersuchungen so wichtig.

Tipp unseres Experten:
Portrait Markus Bruckhaus-Walter
Dr. Markus Bruckhaus-Walter, Sportmediziner und Experte der KNAPPSCHAFT

Tipp unseres Experten:

Krebserkrankungen treten nicht in jedem Alter gleich häufig auf. Darum gibt es klare Empfehlungen, ab wann welche Vorsorge sinnvoll ist. Diese Untersuchungen sind darauf ausgelegt, genau dann anzusetzen, wenn das Risiko steigt.

Expertenprofil lesen

Bei einer Vorsorgeuntersuchung kann Folgendes passieren:

  • Es wird nichts Auffälliges oder gar nichts gefunden. Das gibt dir Sicherheit.
  • Es wird eine Krebsvorstufe entdeckt und direkt entfernt. Das ist zum Beispiel bei Haut-, Gebärmutterhals- oder Darmkrebs möglich. In diesem Fall wird Krebs verhindert, bevor er entsteht.
  • Es wird ein Tumor sehr früh erkannt und kann rechtzeitig behandelt werden. Das verbessert die Heilungschancen deutlich.

Nimm dir bewusst Zeit für die Krebsvorsorge. Du investierst damit in deine Gesundheit – und in deine Zukunft. Bei der KNAPPSCHAFT unterstützen wir dich bei der Vereinbarung eines Facharzt-Termin.

Facharzt-Termin schnell erhalten.

Als deine Krankenversicherung unterstützen wir dich

  • Unterstützung bei der Suche nach Fachärzten
  • Vermittlung eines Ersttermins
  • Hilfe beim Termin vorziehen

Bewusstsein schaffen mit dem Weltkrebstag.

Der Weltkrebstag ist ein internationaler Aktionstag, der jedes Jahr am 4. Februar stattfindet. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig Prävention, Früherkennung und Aufklärung rund um das Thema Krebs sind.

An diesem Tag geht es darum,

  • Wissen über Krebs zu vermitteln,
  • auf Vorsorgeuntersuchungen hinzuweisen,
  • über Behandlungsmöglichkeiten zu informieren
  • und Betroffene sowie Angehörige zu unterstützen.

Der Weltkrebstag soll dir zeigen: Krebs geht uns alle an. Viele Krebserkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil, regelmäßige Vorsorge und frühe Diagnosen positiv beeinflussen.

Krebsvorsorge bei Männer und Frauen am Weltkrebstag

Was ist die Krebsvorsorge und wo liegt der Unterschied zur Früherkennung?

Die Begriffe Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung werden im Alltag oft gleich benutzt. Fachlich gibt es aber einen wichtigen Unterschied.

Umgangssprachlich meinen viele mit Krebsvorsorge eigentlich die Krebsfrüherkennung. Also Untersuchungen, die Krebs entdecken sollen, bevor du Schmerzen oder andere Beschwerden hast. Genau genommen ist das auch korrekt so zu benennen.

Experten-Wissen:

Bei der Krebsfrüherkennung geht es darum, bereits vorhandenen Krebs möglichst früh zu entdecken. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser lässt er sich meist behandeln – oft schonender und mit höheren Heilungschancen.

Die Früherkennung kann dir also helfen, Krebs rechtzeitig zu erkennen, verhindern kann sie ihn aber nicht.

Von Krebsvorsorge sprechen Fachleute dann, wenn Krebs vorsorglich verhindert wird. Zum Beispiel wenn  Krebsvorstufen erkannt und entfernt werden. In diesem Fall entsteht Krebs gar nicht erst. Hier wird krankhaft verändertes Gewebe entfernt, bevor es bösartig wird.

Was gehört zur Krebsvorsorge?

Organ / UntersuchungFür wenAb welchem AlterArt der UntersuchungHäufigkeit
GebärmutterhalsFrauen20 bis 34 JahrePap-TestJährlich
Frauenab 35 JahrenCo-Test (Pap- + HPV-Test)Alle 3 Jahre
BrustFrauenab 30 JahrenTastuntersuchungJährlich
Frauen50 bis 75 JahreMammographie-ScreeningAlle 2 Jahre
HautFrauen und  Männerab 35 JahrenHautkrebs-Screening bei zertifizierten ÄrztenAlle 2 Jahre
Darm (Koloskopie)Frauen und Männerab 50 JahrenDarmspiegelung (Koloskopie)zweimal insgesamt im Abstand von 10 Jahren
Frauen und Männerab 65 Jahren (wenn erste Koloskopie erst dann erfolgt)Darmspiegelungeinmal
Darm (Alternative)Frauen und Männerab 50 JahrenImmunologischer Test auf verborgenes Blut im StuhlAlle 2 Jahre
ProstataMännerab 45 JahrenTastuntersuchung der ProstataJährlich

Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen im Überblick.

Darmkrebs

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Dabei ist Darmkrebs gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird. Bei einer Darmspiegelung können sogenannte Adenome, also Krebsvorstufen, direkt entfernt werden. Damit wird die Entstehung von Darmkrebs unterbrochen. Aus diesem Grund gilt die Darmspiegelung als wichtigste und effektivste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs.

Ab dem 50. Lebensjahr stehen dir verschiedene Untersuchungen als Darrmkrebsvorsorge zur Verfügung, die übernommen werden. Alternativ oder ergänzend zur Darmspiegelung kannst du einen Stuhltest machen. Dieser weist kleinste, mit bloßem Auge nicht sichtbare Blutmengen im Stuhl nach, die auf Krebsvorstufen oder Krebs hinweisen können. Der Test lässt sich einfach zu Hause durchführen und wird anschließend zur Auswertung eingeschickt.

Männer können eine Darmspiegelung bereits ab 50 Jahren in Anspruch nehmen, Frauen ab 55 Jahren. In der Regel wird sie zweimal im Abstand von zehn Jahren empfohlen, sofern keine häufigeren Kontrollen notwendig sind. Wer sich gegen eine Darmspiegelung entscheidet, kann weiterhin alle zwei Jahre einen Stuhltest durchführen lassen. Fällt dieser auffällig aus, besteht immer Anspruch auf eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung.

Krebsvorsorge bei Männern und Frauen: Darmkrebsvorsorge

Hautkrebs

Die Hautkrebsvorsorge steht für dich ab 35 Jahren alle zwei Jahre als Teil der gesetzlichen Krebsfrüherkennung auf dem Plan. Vorher wird eine Untersuchung nur dann durchgeführt, wenn du Veränderungen an der Haut feststellst, besonders viele Leberflecke und Muttermale oder Symptome hast. Auch hier gilt: Wenn du unsicher sein solltest, frag lieber einmal mehr beim Arzt nach.  Wir übernehmen die Kosten für die Hautkrebs-Früherkennung auch schon vor dem 35. Lebensjahr. 

Hautkrebs kann auch ohne den Einfluss der Sonne entstehen. Deswegen schaut sich dein Arzt oder deine Ärztin bei der Vorsorge nicht nur Gesicht, Beine und Arme an. Im Rahmen des Hautkrebs-Screening wird die komplette Körperoberfläche untersucht. Von der Fußsohle bis hin zur Kopfhaut. Der Hautarzt benötigt hierfür meist keine speziellen Geräte. So können Veränderungen frühzeitig erkannt werden, wodurch die Chance auf eine Heilung maßgeblich steigt. 

Es wird zwischen hellem und schwarzem Hautkrebs unterschieden. Nach beiden Arten wird im Rahmen der circa 15-minütigen Untersuchung Ausschau gehalten. Für die Kontrolle selbst verzichtest du am besten auf Make-up und auch Nagellack. Besonders heller Hautkrebs lässt sich darunter sonst schwer erkennen.

Brustkrebs

Ab dem 30. Lebensjahr hast du einmal im Jahr Anspruch auf eine Tastuntersuchung der Brust und der Achselhöhlen bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt. Dabei wird auf äußere Veränderungen wie Dellen, Verhärtungen, Knoten oder Absonderungen aus der Brustwarze geachtet. Zusätzlich werden die Lymphknoten in den Achselhöhlen kontrolliert. Du bekommst außerdem eine Anleitung zur Selbstuntersuchung, damit du deine Brüste und Achseln auch zu Hause regelmäßig selbst abtasten kannst. Wer seinen Körper gut kennt, bemerkt Veränderungen oft früher.

Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr wirst du alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen. Seit Juli 2024 wird dieses Screening schrittweise bis zum 76. Lebensjahr ausgeweitet. In diesem Alter ist das Risiko für Brustkrebs besonders hoch. Gleichzeitig ist das Brustgewebe meist weniger dicht, sodass mögliche Tumoren in der Mammografie besser erkannt werden können.

Brustkrebsvorsorge bei Frauen

Die Brustkrebsfrüherkennung findet oft beim gleichen gynäkologischen Termin statt wie die Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Wenn in deiner Familie enge weibliche Verwandte bereits vor dem 50. Lebensjahr an Brustkrebs erkrankt sind, kann für dich ein erhöhtes Risiko bestehen. In diesem Fall ist es besonders wichtig, das Gespräch mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen zu suchen, um über zusätzliche oder frühere Untersuchungen zu sprechen.

Regelmäßige Früherkennung und Brustkrebsvorsorge helfen dir, Veränderungen früh zu erkennen und deine Heilungschancen deutlich zu verbessern.

Gebärmutterhalskrebs

Die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ist besonders wirksam, weil sich diese Krebsart meist sehr langsam entwickelt. Zellveränderungen lassen sich lange erkennen, bevor daraus Krebs entsteht. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zur gynäkologischen Kontrolle zu gehen – auch dann, wenn du keine Beschwerden hast.

Ab dem 20. Lebensjahr kannst du einmal jährlich eine Untersuchung des äußeren und inneren Genitalbereichs durchführen lassen. Dabei tastet deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt Gebärmutter, Gebärmutterhals, Eierstöcke und Muttermund vorsichtig ab und achtet auf Veränderungen.

Zwischen 20 und 34 Jahren hast du zusätzlich Anspruch auf einen jährlichen Pap-Abstrich. Dabei wird mit einem feinen Pinsel ein Abstrich vom Gebärmutterhals genommen und im Labor untersucht. So können frühzeitig Zellveränderungen erkannt werden, lange bevor sie gefährlich werden.

Ab dem 35. Lebensjahr wird die Früherkennung angepasst. Dann erfolgt alle drei Jahre eine Kombination aus Pap-Abstrich und HPV-Test. Der HPV-Test weist bestimmte humane Papillomviren nach, die in den meisten Fällen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.

Wichtig zu wissen: Gegen Gebärmutterhalskrebs gibt es eine wirksame Schutzimpfung. Da humane Papillomviren meist beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, empfiehlt die Ständige Impfkommission die HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren, mit Nachholmöglichkeiten bis 18 Jahre. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Die Impfung senkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich, ersetzt aber nicht die regelmäßige Vorsorge.

Regelmäßige Untersuchungen und die HPV-Impfung ergänzen sich. Zusammen bieten sie einen sehr wirksamen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs und sind eine der wichtigsten Vorsorgeuntersuchung für Frauen.

Prostatakrebs

Eine der wichtigsten Krebsvorsorgen für dich als Mann ist die Untersuchung der Prostata. Denn Prostatakrebs ist bei Männern die häufigste Krebserkrankung. Auch hier sind die Heilungschancen gut, wenn eine Behandlung rechtzeitig begonnen wird. Ab 45 Jahren übernimmt die Krankenkasse eine jährliche Tastuntersuchung, der umliegenden Lymphknoten sowie des äußeren Genitals. Die Prostatakrebsvorsorge ist eine der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen für Männer.

Bleib auf dem Laufenden – mit dem Newsletter der KNAPPSCHAFT!

Erhalte praktische Tipps zu Gesundheit, Bewegung, Ernährung, deinem körperlichen sowie mentalen Wohlbefinden und Informationen rund um deine Krankenversicherung. Zum Beispiel in Form von leckeren Rezepten. Direkt in dein Postfach – kostenlos.


Regelmäßige vorbeugende Maßnahmen wie ein Mammographie-Screening, ein Gesundheits-Check-up oder ein Hautkrebsscreening sind enorm wichtig. Sie führen zu Diagnosen, die den Ausbruch einer Krankheit durch das frühzeitige Erkennen dieser verhindern können. Informier dich jetzt über die Vorsorgeuntersuchungen und nimm deine Gesundheit in die Hand!

1 Kommentar:
Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gebe bitte einen Kommentar ein.

Gebe bitte deinen Namen ein.

Weitere Artikel: