Wenn keine Diät so richtig hilft.
Ob nach jahrelangen erfolglosen Diäten, ständigen schmerzenden Beinen oder mit dem Gefühl, dass niemand die eigenen Beschwerden ernst nimmt – was viele nicht wissen: Hinter scheinbar hartnäckigem Übergewicht an Beinen und Armen kann sich eine eigenständige Erkrankung verbergen: das Lipödem. Warum keine Diät der Welt dagegen hilft, woran du die Erkrankung erkennst und welche Behandlungen seit Juli 2026 auch im ambulanten Bereich von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, erfährst du in diesem Beitrag.
- Was ist ein Lipödem?
- Welche Symptome treten bei einem Lipödem auf?
- Wodurch entsteht es?
- Wie wird das Lipödem diagnostiziert?
- Wie wird ein Lipödem behandelt?
- Was kannst du selbst tun?
- Bleib auf dem Laufenden – mit dem Newsletter der KNAPPSCHAFT!
Was ist ein Lipödem?
Ein Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, bei der sich krankhaft vermehrtes Fettgewebe vor allem an Oberschenkeln und Hüften ansammelt. Seltener auch an Unterschenkeln, Armen oder im Bauchbereich. Umgangssprachlich ist deshalb oft vom „Reiterhosensyndrom“ die Rede. Typisch: Hände und Füße bleiben schlank, der Übergang ist häufig deutlich sichtbar.
Tipp unserer Expertin:
Charakteristisch ist außerdem die Wassereinlagerung im betroffenen Gewebe – daher auch der Begriff „Ödem“. Wichtig zu wissen: Ein Lipödem hat nichts mit Übergewicht oder einer ungesunden Lebensweise zu tun. Es ist eine eigenständige Erkrankung, gegen die weder Diäten noch Sport allein helfen.
Lipödem ist kein „Schönheitsproblem“: Auch wenn die Erkrankung lange als kosmetisches Thema abgetan wurde, gilt sie heute als ernstzunehmende, anerkannte Erkrankung mit körperlichen und psychischen Folgen.
Expertinnenprofil lesenKann sich ein Lipödem verschlimmern?
Gewebe kann sich weiter verändern und die Beweglichkeit kann stärker eingeschränkt werden. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung mit Kompression, Bewegung und gegebenenfalls Lymphdrainage können helfen, Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten zu verlangsamen.
Die drei Stadien des Lipödems
Mediziner unterscheiden beim Lipödem drei Stadien, die sich nach dem Ausmaß der Fettgewebsvermehrung und der Veränderung der Hautoberfläche richten:
Stadium 1
Die Hautoberfläche ist noch glatt, das darunterliegende Fettgewebe aber gleichmäßig verdickt. Beim Tasten fühlt sich das Gewebe leicht knotig an, ähnlich wie kleine Styroporkügelchen.
Stadium 2
Die Haut wird unebener und zeigt deutliche Dellen, oft mit größeren Knoten im Unterhautfettgewebe. Das typische „Orangenhaut“- oder „Matratzenphänomen“ wird sichtbar.
Stadium 3
Das Fettgewebe wuchert stark, große Fettlappen und Wülste bilden sich vor allem an den Innenseiten der Oberschenkel und Knie. In diesem Stadium ist die Bewegung deutlich eingeschränkt.
Welche Symptome treten bei einem Lipödem auf?
Ein Lipödem kann sich durch verschiedene Beschwerden bemerkbar machen, die den Alltag der Betroffenen deutlich einschränken können. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Spannungsgefühle in den betroffenen Körperbereichen
- Schwellungen, vor allem an Beinen oder Armen
- Druckempfindlichkeit der Haut
- Schmerzen und schwere Beine
- eine ausgeprägte Neigung zu blauen Flecken oder Blutergüssen
- eingeschränkte Beweglichkeit im weiteren Verlauf
- mögliche Fehlstellungen wie X-Beine durch das vermehrte Fettgewebe
Durch das Fettgewebe können Betroffene X-Beine bekommen und sich zunehmend schlechter bewegen. Dr. med. Kathrin Niemöller weiß: „Auch die psychische Belastung ist groß. Vor allem, weil die Symptome nicht immer eindeutig sind und viele Patientinnen lange auf eine Diagnose warten.“
Denn ähnliche Symptome können auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Zum Beispiel beim Lymphödem. Dr. med. Kathrin Niemöller erklärt:
Experten-Wissen:
Bei dieser Erkrankung bilden sich Flüssigkeitsansammlungen in den Zwischenräumen der Zellen. Dadurch entstehen Schwellungen vor allem an den Armen und Beinen.
Eine Verwechslungsgefahr besteht auch bei der Adipositas. Obwohl krankhafte Fettleibigkeit den gesamten Körper und nicht nur einzelne Bereiche betrifft, werden Patientinnen mit Lipödem zunächst oft auf eine Adipositas behandelt.
Die Diagnose ist daher nicht einfach. Oft vergehen Jahre, bis Betroffene die Diagnose Lipödem erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Venenheilkunde schätzt, dass in Deutschland zwischen 500.000 und einer Million Frauen betroffen sind.

Wodurch entsteht es?
Warum ein Lipödem entsteht, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Mehrere Faktoren scheinen aber zusammenzuspielen:
Hormonelle Einflüsse
Da fast ausschließlich Frauen betroffen sind und die Erkrankung typischerweise nach hormonellen Umstellungen wie der Pubertät, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftritt, gehen Medizinerinnen und Mediziner von einem starken hormonellen Anteil aus.
Genetische Veranlagung
In vielen Familien tritt das Lipödem über mehrere Generationen hinweg auf. Sind Mutter, Schwester oder Tante betroffen, ist das eigene Risiko deutlich erhöht.
Wie wird das Lipödem diagnostiziert?
Die Diagnose stellt eine spezialisierte Fachärztin oder ein spezialisierter Facharzt – idealerweise mit Erfahrung im Bereich Lipödem.
Seit dem 1. Juli 2026 darf die medizinische Indikation für eine Liposuktion als Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ausschließlich durch entsprechend qualifizierte Fachärztinnen und Fachärzte erfolgen. Hierzu zählen Ärztinnen und Ärzte der Fachrichtungen:
- Innere Medizin und Angiologie
- Physikalische und Rehabilitative Medizin
- Haut- und Geschlechtskrankheiten
- sowie mit der Zusatz-Weiterbildung Phlebologie.
Frag in der Praxis gezielt nach – nicht jede hausärztliche oder orthopädische Praxis darf die Indikation für eine Liposuktion ausstellen. Wenn deine bisherige Anlaufstelle nicht zu diesen Fachrichtungen gehört, lass dich überweisen.
Experten-Wissen:
Dr. med. Kathrin Niemöller erklärt, wie die Untersuchung abläuft: Zunächst führt der Arzt oder die Ärztin mit dir ein ausführliches Gespräch. Dann folgt eine körperliche Untersuchung. Die ist wichtig, um andere Erkrankungen wie zum Beispiel ein Lymphödem auszuschließen. Dazu schaut sich der Arzt oder die Ärztin deinen gesamten Körper an: Ist die Körperform gleichmäßig? Wenn du zum Beispiel einen schlanken Oberkörper hast, deine Arme und Beine aber dick sind, deutet das auf ein Lipödem hin.
Danach tastet der Arzt oder die Ärztin deine Haut ab. Bei einem Lipödem fühlt sich die Hautstruktur unregelmäßig an. Als hättest du Styroporkügelchen oder nussgroße Kugeln unter der Haut. Wenn die Haut eingedrückt wird, bleibt nur kurz eine Delle. Ein weiterer Hinweis ist das negative Stemmersche Zeichen. Das bedeutet, dass sich die Hautfalte über dem zweiten und dritten Zeh anheben lässt. Bei einem Lymphödem kann diese Hautfalte nicht angehoben werden.
Etwas unangenehmer ist der Kneiftest. Der Arzt oder die Ärztin überprüft damit, ob der Schmerz beim Kneifen der Beinaußenseite größer ist als an der Beininnenseite. Bei gesunden Menschen ist der Schmerz an der Beininnenseite größer als an der Außenseite.
Ergänzt wird die Diagnostik noch durch eine Ultraschalluntersuchung, bei der insbesondere auf veränderte Lymphknoten und auf venöse Abflussprobleme und „Krampfadern“ untersucht wird.
Wenn die Diagnose feststeht, bespricht dein Arzt oder deine Ärztin mit dir die weitere Behandlung. Er stellt dir Verordnungen für Lymphdrainagen und Kompressionsstrümpfe aus. Falls nötig, berät er dich auch rund um die Liposuktion. Die Fettabsaugung ist ein operativer Eingriff und kann Risiken haben. Es ist daher wichtig, dass du im Vorfeld gut beraten wirst. Der Eingriff sollte nur bei entsprechend spezialisierten Ärzten und Ärztinnen erfolgen.

Wie wird ein Lipödem behandelt?
Eine Heilung des Lipödems ist bisher nicht möglich – die Behandlung zielt darauf ab, das Fortschreiten zu bremsen und die Beschwerden zu lindern. Die Therapie besteht aus mehreren Bausteinen, die in der Regel kombiniert werden.
Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)
Den Kern der konservativen Behandlung bildet die KPE. Sie umfasst:
• Manuelle Lymphdrainage: Spezielle Massagegriffe regen den Abfluss der eingelagerten Flüssigkeit an.
• Kompressionstherapie: Kompressionsstrümpfe (auf Maß angefertigt) stabilisieren das Gewebe und reduzieren Schwellungen.
• Bewegungstherapie: Sport mit Kompression unterstützt den Lymphabfluss zusätzlich.
• Hautpflege: Tägliche Pflege beugt Hautproblemen und Entzündungen vor.
Liposuktion bei Lipödem – seit Juli 2026 auch ambulant Kassenleistung
Lange Zeit war die Fettabsaugung keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen war lange unklar, ob die Operation dauerhaft hilft. Zwar entfernt die Liposuktion das übermäßige, krankhafte Fettgewebe, dieses kann sich jedoch erneut bilden. Deshalb bleiben konservative Maßnahmen wie Kompressionsstrümpfe und manuelle Lymphdrainage auch nach dem Eingriff in der Regel weiterhin wichtig. Zum anderen handelt es sich bei der Liposuktion um eine Operation, die – wie jeder operative Eingriff – Risiken birgt.
Um den medizinischen Nutzen der Liposuktion besser bewerten zu können, untersuchte der Gemeinsame Bundesausschuss, kurz G-BA, die Behandlung in einer Studie. Dabei ging es insbesondere darum, ob die Liposuktion auch bei Patientinnen und Patienten in den Stadien I und II medizinisch ausreichend belegt werden kann. Die Studie umfasste alle drei Stadien und wurde über mehrere Jahre durchgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten zunächst eine herkömmliche Therapie mit Lymphdrainagen und Kompressionsstrümpfen. Anschließend wurden sie nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe wurde konservativ weiterbehandelt, die andere operativ.
2025 wurde die Studie abgeschlossen und vollständig ausgewertet. Auf Basis dieses neuen Wissensstandes ist die Liposuktion im stationären Bereich für alle drei Stadien als reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Voraussetzung ist immer, dass eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Diese wird mit Blick auf den geplanten Eingriff im Regelfall durch das aufnehmende Krankenhaus geprüft.
Auch im ambulanten Bereich kann die Liposuktion seit dem 1. Juli 2026 bei Vorliegen bestimmter medizinischer Voraussetzungen in allen drei Stadien als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen erfolgen. Das bedeutet: Wer ein Lipödem im Stadium I, II oder III hat und die Voraussetzungen erfüllt, kann die Liposuktion auch ambulant in einer Facharztpraxis durchführen lassen – ohne stationäre Aufnahme im Krankenhaus.
• Die Behandlung wird über die elektronische Gesundheitskarte abgerechnet.
• Sind alle medizinischen Voraussetzungen erfüllt, kann eine Überweisung für die ambulante Durchführung der Liposuktion an besonders qualifizierte Operateurinnen und Operateure ausgestellt werden.
Auch nach einer Liposuktion bleibt die konservative Therapie mit Kompression und Lymphdrainage in der Regel weiterhin notwendig – die Operation ersetzt sie nicht, sondern ergänzt sie.
Was kannst du selbst tun?
Auch wenn das Lipödem nicht heilbar ist – du kannst aktiv viel dazu beitragen, deine Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten zu verlangsamen.
Bewegung – aber die richtige
Wichtig ist Bewegung, die das Lymphsystem unterstützt und die Gelenke schont:
• Schwimmen, Aquajogging, Wassergymnastik – Wasser wirkt wie eine sanfte Kompressionstherapie
• Radfahren entlastet die Gelenke
• Nordic Walking mobilisiert den gesamten Körper
• Yoga und Pilates stärken Muskeln und verbessern die Körperwahrnehmung
Eher ungünstig: Sportarten mit starken Stößen wie Joggen auf Asphalt – sie belasten Gelenke und reizen das Gewebe.
Ernährung bei Lipödem
Eine Diät heilt zwar kein Lipödem, eine bewusste Ernährung kann aber Beschwerden lindern und zusätzliches Übergewicht verhindern. Bewährt hat sich eine entzündungshemmende Ernährungsweise:
• viel frisches Gemüse, Obst und Vollkornprodukte
• hochwertige pflanzliche Öle (Olivenöl, Leinöl)
• fettreicher Fisch (Lachs, Makrele) für Omega-3-Fettsäuren
• ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees
• möglichst wenig Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel
• moderater Konsum von Salz, um Wassereinlagerungen zu reduzieren
Eine, auch in den Leitlinien zur Behandlung des Lipödems als Empfehlung gegebene Ernährungsform, ist die ketogene. Hierbei stellt sich der Körperstoffwechsel auf den Abbau von Fetten ein und produziert Ketone. Diese Diät ist sehr sättigend und hat einen extrem positiven Effekt auf die Schmerzen beim Lipödem und reguliert das Körpergewicht sehr gut. Eine ketogene Ernährung bedarf allerdings einer Schulung und ist nicht für jede Patientin geeignet.
Kompression konsequent tragen
So lästig die Kompressionsstrümpfe im Alltag sein können – wer sie regelmäßig trägt, profitiert spürbar. Tipp: Lieber zwei Paar haben, damit immer eines im Einsatz ist, während das andere gewaschen wird.
Mentale Gesundheit nicht vergessen
Ein Lipödem kann nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend sein. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann dabei helfen, mit Frust, Unsicherheit oder belastenden Alltagssituationen besser umzugehen. Unterstützung bieten beispielsweise regionale oder digitale Selbsthilfegruppen sowie Anlaufstellen wie die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie oder das Lipödem-Portal.
Geduldig bleiben
Die Lipödem-Behandlung ist ein Marathon, kein Sprint. Veränderungen brauchen Zeit – aber jeder Schritt zählt.
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Der Beitrag war gut und verständlich geschrieben. Leider bin ich an einen Arzt geraten der mich weder richtig untersucht hat noch mich beraten. Verschrieben hat er mir lediglich eine Kompressionsstrumpfhose. Dazu den Spruch „ Ist chronisch kann man nichts weiter machen“! Ich fühlte mich danach noch schlechter.
Vielleicht können sie mir ein paar Fachärzte in meiner Nähe mitteilen.
Mit freundlichen Grüßen
T.Theiß
Hallo Tanja,
am besten schaust du dich einmal auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung für deine Region um. In der Regel bieten diese Webseiten die Möglichkeit, gezielt nach Ärzten bestimmter Fachrichtungen in der jeweiligen Stadt/Region zu suchen. Für die Diagnose und Behandlung eines Lipödems sind Fachärzte für Gefäßerkrankungen die richtigen Ansprechpartner.
Viele Grüße
Maja vom Social Media-Team der KNAPPSCHAFT
ich habe ausgeprägte Stadium 3, zusätzlich Gewicht..und ich bekomme keine Operation bis auf Kompressionskleidung..das ist überhaupt nicht normal. ich fühle mich ehrlich gesagt allein gelassen ohne Ziel seit langer Zeit.
Bekommt man bei der Erkrankung einen Lymphomat verschrieben? . Ich habe lipödem und hatte ganze Zeit Lymphdrainage gemacht doch jetzt habe ich keine mehr weil ich die Uhrzeit die die Therapeuten mir gegeben hat (morgens 6:30) wegen meiner Arbeit nicht annehmen kann.
Ich finde in meiner Umgebung keine Lymphdrainage und wäre so dankbar wenn ich einen lymphomat hätte. Habe Stadium 2.
Hallo Angela,
vielen Dank für deine Nachricht zu unserem Artikel Lipödem – Was ist das und wie wird es behandelt?
Am besten ist, du besprichst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, welche Möglichkeiten zur Lymphdrainage es für dich gibt. Deine Ärztin oder dein Arzt kann dich auch dazu beraten, ob ein Lymphomat für dich hilfreich ist. Bei Fragen zur Kostenübernahme von Therapien bei einem Lipödem helfen unsere Kolleginnen und Kollegen im Service-Team gerne weiter. Du erreichst sie unter der kostenfreien Rufnummer 08000 200 501.
Viele Grüße,
Jonas vom Community Management der KNAPPSCHAFT
Kann man an dieser Studie noch teilnehmen? Das wäre ja wirklich super!
Hallo Charlene,
das geht leider nicht, weil die Studie bereits seit einiger Zeit läuft und die Auswahl der Teilnehmer abgeschlossen ist. In die laufende Studie können leider keine neuen Teilnehmer aufgenommen werden.
Viele Grüße
Maja vom Social Media-Team der KNAPPSCHAFT
Hallo, ich finde den Beitrag sehr gut, was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, weshalb die KK 2x im Jahr die Kosten einer Flachstrick Kompressionsstrumpfhose übernimmt + für die Arme, in meinem Fall 1800€/jährlich. Anstatt mit Stadium 2 mir einmalig die Kosten für die OP? Schließlich werden auch die Kosten für eine Magenverkleinerung, oder Bypass übernommen, viele dieser Patienten sind auch trotz OP Übergewicht. Da finde ich die Verteilung sehr unfair. Die Studie endet 2024, DH. Mindestens 1-2 Jahre noch mit Schmerzen leben! Ich kann die KK auch verstehen jedoch ab Stadium 3 ist echt unverständlich, ich habe Stadium 2 und das beinträchtigt mein ganzes Leben… diese Erkrankung ist eine Erkrankung ohne Heilung, jedoch könnte man ohne SCHMERZEN leben… und dass sollte machbar sein…
Hallo Sara,
die Kosten für eine Operation sind deutlich höher als für die Kompressionsstrumpfhosen. Man rechnet mit 4.000 EUR bis 6000 EUR je Extremität bzw. Körperregion. Da unklar ist, ob eine Operation dauerhaft Abhilfe schafft, ist eine Liposuktion bei Stadium 1 und 2 keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Eine OP wird bei Stadium 3 derzeit übernommen.
Ich hoffe, das erklärt, warum eine Liposuktion nicht so ohne weiteres von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Denn es wäre nicht im Interesse der BeitragszahlerInnen, wenn die gesetzliche Krankenversicherung Kosten für letztlich noch ungesicherte Behandlungsmethoden in die Hand nehmen würde.
Viele Grüße
Johanna aus der Social Media-Redaktion der KNAPPSCHAFT
Liebe Knappschaft
auch eine Schlauchmagen OP oder ein Magenbypass sind nicht 100% sicher daß die Partien dauerhaft schlank bleiben. und die bekommen sogar die Hautstraffung bezahlt. wo andere die aus eigener Kraft abgenommen haben und verstanden haben wie Ernährung funktioniert , keine Hautstraffung bezahlt bekommen. es sind beides Sachen die keine dauerhafte Garantie geben und trotzdem wird mit zweierlei Maß gemessen. und ja die lipusuktion ist teuer aber über Jahre Kompression und Lymphdrainage zu zahlen ist da auch nicht wirtschaftlich und bringt für die erkrankten auch keine dauerhafte Lösung.
Ich schließe mich deiner Aussage an. Außerdem die Folgeerkrankungen die da durch resultieren gehe auch in die Höhe und belasten die KK auch mehr als eine Lipsuktion. Gelenkbeschwerden bzw. Gelenkverschleiß und die dadurch resultierende kosten von neuen Gelenken und OP‘s. Auch die psychische Belastung und Problematik wird außen vor genommen. Nach dem Motto „Lieber den Mensch mit Tabletten ruhig stellen ist günstiger “
Ich leide an einem Lymph-Lipödem und war bereits 2 x in der Taunusklinik zur Reha.
Ab 1.1.2026 bin ich Rentnerin. Kann ich als Knappschaft Krankenversicherte dann auch wieder dort hin zur Reha bzw. Kur?
Hallo Helga,
vielen Dank für deinen Kommentar zu unserem Artikel „Lipödem – Was ist das und wie wird es behandelt?“ Gerne kannst du dich mit deiner Frage an unser Service-Team wenden. Unter der kostenfreien Rufnummer 08000 200 501 helfen dir unsere Kolleginnen und Kollegen bei allen Fragen zur Kranken- und Pflegeversicherung gerne weiter. Alternativ kannst du auch das Kontaktformular unter http://www.knappschaft.de/service nutzen und eine Nachricht schreiben. Unsere Kolleginnen und Kollegen antworten dir so schnell wie möglich.
Viele Grüße,
Lena vom Community Management der KNAPPSCHAFT
Ich habe Lipödem Stadium 3 und leider ein BMI von über 35 (das Volumen an den Beinen und armen verursacht das meiste an Gewicht ) und deswegen bekomme ich die liposuktion nicht von der Krankenkasse bezahlt ,ich leide mittlerweile schon an massiven Gelenk Beschwerden (kniearthrose)und rückenproblemen durch das Gewicht der Beine aber es wurde trotzdem von der Krankenkasse abgelehnt, das bedeutet für mich sollte ich neue Kniegelenke benötigen werde ich ich laut den Ärzten nicht operiert weil die Menge an den Knien Zuviel ist
Sie schreiben dass die Kosten für eine oprerative Behandlung durch Liposuction bei Stufe drei des Lipödems bei Patientinnen übernommen werden. Was gilt hier bei Patienten?
Hallo Steffen,
vielen Dank für deinen Kommentar zu unserem Beitrag Lipödem. Sofern ein Lipödem im Stadium III vorliegt, werden die Kosten für eine operative Behandlung sowohl für Patientinnen als auch für Patienten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zur Diagnose Lipödem und ob eine konservative oder eine operative Behandlung angeraten ist, kann eine Fachärztin oder ein Facharzt für Gefäßerkrankungen am besten beraten.
Wir hoffen, dir hiermit weitergeholfen zu haben.
Viele Grüße,
Lena vom Community Management der KNAPPSCHAFT
Ist die Studie inzwischen abgeschlossen? Welche Ergebnisse gibt es? Die Schmerzen werden schlimmt und es gibt keinen anderen Weg als eine OP. Welcher Arzt operiert für, wie oben erwähnt 6.000 Euro? Den wüßte ich gerne. Ich war bei mehreren und komme nicht unter 10.000 Euro. Die 6.000 Euro würde ich sofort nehmen. Gibt es denn einen Weg der Bezuschussung von wenigstens einem geringen Teil?
Hallo Ramona,
vielen Dank für deinen Kommentar zu unserem Artikel „Lipödem – Was ist das und wie wird es behandelt?“. Der Studienendpunkt der klinischen Studie zur Liposuktion wurde zum Jahresende 2024 erwartet. Informationen zu den Ergebnissen der Studie liegen derzeit noch nicht vor. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch noch etwas früh, weil die Daten aus der Studie noch ausgewertet und verglichen werden müssen. Somit können die Kosten einer operativen Behandlung eines Lipödems weiterhin nur für Patientinnen im Stadium 3 übernommen werden. In den Stadien 1 und 2 können die Kosten der operativen Behandlung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen oder bezuschusst werden. Grundsätzlich kommt es bei den Kosten für eine operative Behandlung auch auf den individuellen Leistungsumfang an. Am besten ist, du sprichst noch einmal mit einer Fachärztin oder einem Facharzt über die Verschlimmerung deiner Schmerzen und darüber, welche Behandlungsmethode dir helfen kann. Bei der Suche nach einer Fachärztin oder einem Facharzt sowie auch bei Fragen zu den Behandlungsmethoden helfen dir unsere Kolleginnen und Kollegen vom medizinischen Beratungsservice gerne weiter. Du erreichst sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1650 050.
Viele Grüße,
Lena vom Community Management der KNAPPSCHAFT
Guten Tag
wird bei lipödem stadium 3 die operation übernommen?
im Artikel lese ich ja aber bei den Kommentaren nein.
oder muss man Vorraussetzungen haben wenn ja welche.
Viele Menschen leiden unter dieser Krankheit und werden trotz schmerzen im Stich gelassen.
Hallo Annika,
vielen Dank für deinen Kommentar zu unserem Artikel „Lipödem – Was ist das und wie wird es behandelt?“. Voraussetzung für eine Kostenübernahme der operativen Behandlung eines Lipödems durch die gesetzlichen Krankenkassen ist, dass ein Lipödem im Stadium 3 vorliegt. Im Stadium 1 und 2 kann keine Kostenübernahme der operativen Behandlung durch die Krankenkassen erfolgen. Zur Diagnose des Lipödems und zu der Feststellung, welches Stadium vorliegt, kannst du dich an eine Fachärztin oder einen Facharzt für Gefäßerkrankungen wenden. Sie können dich auch beraten, welche Behandlung dir am besten weiterhelfen kann. Bei der Suche nach einer Fachärztin oder einem Facharzt sowie auch bei Fragen zu den Behandlungsmethoden helfen dir unsere Kolleginnen und Kollegen vom medizinischen Beratungsservice gerne weiter. Du erreichst sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1650 050.
Viele Grüße,
Lena vom Community Management der KNAPPSCHAFT
Hallo
Ich bin angestellte der Deutschen Bahn und beantrage aktuell eine „REBE“ ….(wie eine Reha)
Kann ich irgend wo erfahren welche klinik der knapschaft-Bahn mit lipödem vetraut ist und ich die nötigen behandlungen bekomme.???
Wäre sehr dankbar über eine Rückmeldung
Danke
Hallo,
vielen Dank für deine Nachricht zu unserem Artikel „Lipödem – Was ist das und wie wird es behandelt?“. Eine Übersicht zu den Reha-Kliniken der DRV KBS findest du hier: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/KnappschaftBahnSee/DE/RehaKliniken/RehaKliniken_node.html. Wenn du dort auf den Button „Zu unseren Reha-Kliniken“ klickst, werden dir die Kliniken und ihr Indikationsspektrum vorgestellt. Vielleicht findest du dort bereits die richtige Klinik für dich. Für weitergehende Fragen zur Rehabilitation und zu den Kliniken kannst du dich gerne unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1000 480 80 an das Servicetelefon wenden und dich von unseren Kolleginnen und Kollegen beraten lassen.
Wir hoffen, dir mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben und wünschen dir alles Gute für deine Gesundheit.
Viele Grüße,
Lena vom Community Management der KNAPPSCHAFT
Hallo Liebe Knappschaft,
Ich habe 2019 einen überprüfungsantrag auf die kostenübernahme meiner Liposuktion Stufe 2 gestellt,wurde leider wegen einer nicht anerkannten krankenkassenleistung abgelehnt.da ich vor lauter Schmerzen es nicht mehr aushalten konnte musste ich 20000€ für 4 Operationen selber tragen.heute ab 2026 ist es lautBGH eine kassenleistung!
Wie sieht es mit eine Rückerstattung der Kosten heute aus?
Mit freundlichen Grüßen Sandra
Hallo Sandra,
vielen Dank für deine Nachricht zu unserem Beitrag „Lipödem – Was ist das und wie wird es behandelt?“.
Die Kostenübernahme für eine Liposuktion ist nun auch bei einem Lipödem im Stadium I oder II möglich. Diese Regelung gilt ab dem 9. Oktober 2025. Eine Liposuktion bei Lipödem im Stadium I oder II stellte bis 8. Oktober 2025 keine Kassenleistung dar und war damit von der Kostenübernahme ausgeschlossen. Eine nachträgliche Rückerstattung der Kosten ist daher leider nicht möglich.
Wir bitten dich hierfür um Verständnis.
Viele Grüße,
Lena vom Community Management der KNAPPSCHAFT