Das gehört hinein.
Ob Sonnenbrand, Magen-Darm-Beschwerden oder ein aufgeschürftes Knie – mit einer gut gepackten Reiseapotheke bist du im Urlaub für die häufigsten Beschwerden gewappnet und kannst deine freie Zeit unbeschwert genießen.
Was hinein gehört und worauf du sonst noch achten solltest, erfährst du im Magazin-Beitrag. Jetzt lesen!
- Was gehört in die Reiseapotheke hinein?
- Reiseapotheke – Checkliste zum Abhaken.
- Vor der Reise: Impfungen und Krankenversicherung prüfen.
- Reiseapotheke für Kinder.
- So packst du Medikamente richtig.
- Denk an die Zeitverschiebung.
- Bleib auf dem Laufenden – mit dem Newsletter der KNAPPSCHAFT!
Was gehört in die Reiseapotheke hinein?
Eine gut zusammengestellte Reiseapotheke ist dein Sicherheitsnetz im Urlaub. Denn in fremden Ländern ist die nächste Apotheke nicht immer gleich um die Ecke – und selbst wenn, sind gewohnte Medikamente dort möglicherweise nicht erhältlich oder anders dosiert.
Was genau in deine Reiseapotheke gehört, hängt von mehreren Faktoren ab:
- dem Reiseziel,
- der Reisedauer,
- der Art des Urlaubs,
- deinen Erkrankungen
- und natürlich davon, wer mitreist.
Ein Strandurlaub in Südeuropa erfordert eine andere Ausstattung als eine Trekkingtour in den Tropen. Und wenn Kinder oder Menschen mit chronischen Erkrankungen dabei sind, kommen zusätzliche Bedürfnisse hinzu.
Tipp unserer Expertin:
Grundsätzlich sollte deine Reiseapotheke dich für die häufigsten Beschwerden unterwegs wappnen – von alltäglichen Wehwehchen wie Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Problemen bis hin zu kleineren Verletzungen und Sonnenbrand. Nimmst du regelmäßig Medikamente ein, pack davon einen Vorrat ein, der auch ein paar Tage über die geplante Reisedauer hinausreicht.
Lass dich vor der Reise am besten in deiner Apotheke beraten. Dort kannst du die Zusammenstellung genau auf dein Reiseziel und deine persönlichen Bedürfnisse abstimmen – so startest du gut vorbereitet in den Urlaub.
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Reiseapotheke – Checkliste zum Abhaken.
1. Basis-Medikamente
Das sind deine wichtigsten Helfer für typische Beschwerden auf Reisen. Andere Ernährung, Klima oder Zeitverschiebung können schnell auf den Körper schlagen. Mit diesen Basics bist du auf die häufigsten Probleme vorbereitet und kannst schnell reagieren, ohne direkt einen Arzt suchen zu müssen.
- Mittel gegen Schmerzen und Fieber
- Mittel gegen Durchfall
- Mittel gegen Verstopfung
- Mittel gegen Übelkeit (zum Beispiel bei Reise)
- Mittel gegen Magenprobleme
- Mittel gegen Erkältungssymptome (Husten, Schnupfen, Hals)
- Mittel gegen Allergien
2. Haut und äußere Beschwerden
Sonne, Hitze, Insekten oder Reibung können deine Haut schnell belasten. Gerade im Urlaub bist du oft länger draußen oder bewegst dich mehr als sonst. Mit den richtigen Produkten schützt du dich vor Reizungen und sorgst dafür, dass kleine Probleme nicht größer werden.
- Sonnenschutz passend zu deinem Reiseziel
- Pflege nach dem Sonnenbad
- Mittel gegen Sonnenbrand
- Mittel gegen Insektenstiche und Juckreiz
- Insektenschutzmittel
- Wund- und Heilsalbe
3. Augen, Nase und Ohren
Klimaanlagen, trockene Luft, Wasser oder Druckunterschiede können schnell zu Beschwerden führen. Gerade im Flugzeug oder beim Baden treten diese Probleme häufig auf. Mit ein paar einfachen Mitteln kannst du unangenehme Symptome direkt lindern.
- Augentropfen gegen trockene Augen
- Nasenspray (bei Erkältung oder Flug)
- Ohrentropfen oder spezielle Ohrstöpsel (bei Wasser oder Druckproblemen)
4. Verletzungen und Erste Hilfe
Kleine Verletzungen passieren schneller als gedacht – beim Wandern, Sport oder im Alltag unterwegs. Wichtig ist, dass du sofort reagieren kannst. Mit einem gut ausgestatteten Set verhinderst du Infektionen und versorgst Wunden direkt.
- Pflaster (auch für Blasen)
- Sterile Kompressen
- Mullbinden / elastische Binden
- Desinfektionsmittel für Wunden
5. Hilfsmittel und Tools
Diese kleinen Helfer brauchst du nicht ständig – aber wenn doch, bist du froh, sie dabei zu haben. Sie erleichtern dir die Anwendung deiner Reiseapotheke und helfen dir, Situationen schnell zu klären.
- Pinzette und Zeckenzange (für Splitter oder Zecken)
- Fieberthermometer
- Kühlkompressen
- Mundschutz oder Masken
- Handdesinfektion
6. Individuelle Medikamente
Das ist der wichtigste Punkt deiner Reiseapotheke. Alles, was du regelmäßig brauchst, muss unbedingt mit. Im Ausland ist es oft schwierig oder unsicher, passende Alternativen zu bekommen. Plan hier lieber etwas mehr ein als zu wenig.
- Deine regelmäßig benötigten Medikamente
- Ausreichende Menge für die gesamte Reise
- Notfallmedikamente (falls nötig)
7. Extras je nach Reiseziel
Je nach Land und Art deiner Reise brauchst du zusätzliche Ausstattung. In tropischen Regionen, abgelegenen Gebieten oder bei längeren Aufenthalten gelten andere Anforderungen. Passe deine Reiseapotheke immer an dein Ziel an.
- Moskitonetz (bei Risikogebieten)
- Mittel zur Wasserdesinfektion
- Ohrstöpsel (für Flug oder Hotel)
- Kompressionsstrümpfe (bei langen Flügen)
Du willst deine Checkliste immer dabei haben? Lad dir jetzt unsere Vorlage herunter!
Vor der Reise: Impfungen und Krankenversicherung prüfen.
Bevor du den Koffer und die Reiseapotheke packst, solltest du zwei Dinge unbedingt klären: Hast du alle nötigen Impfungen – und bist du im Ausland ausreichend krankenversichert?
Je nach Reiseziel können Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis A und B, Gelbfieber, Typhus, Tollwut oder FSME wichtig sein. Die KNAPPSCHAFT übernimmt die Kosten für alle Reiseschutzimpfungen, die das Auswärtige Amt oder die Ständige Impfkommission (STIKO) für dein Reiseziel empfiehlt– und zwar sowohl den Impfstoff als auch die ärztliche Beratung und Impfleistung.Informier dich rechtzeitig – am besten mehrere Wochen vor der Abreise –, welche Impfungen für dein Reiseland empfohlen werden. Auf der Website des Auswärtigen Amts kannst du das ganz einfach über die Suchfunktion prüfen.
Auslandskrankenversicherung – warum die Gesundheitskarte allein nicht reicht
Im EU-Ausland bist du über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite deiner Gesundheitskarte grundsätzlich abgesichert. Allerdings deckt dieser Schutz nur medizinisch notwendige Behandlungen nach den Regeln des jeweiligen Landes ab.
Deshalb lohnt sich eine private Auslandskrankenversicherung für jede Reise. Der Schutz umfasst unter anderem Behandlungskosten bei Krankheit und Unfall, verordnete Medikamente und Verbandsmaterial sowie den Krankenrücktransport. So kannst du deinen Urlaub entspannt genießen, ohne dir Sorgen über hohe Arztkosten machen zu müssen.
Du möchtest wissen, welche Kosten in welchem Land von der KNAPPSCHAFT übernommen werden? Informier dich bei uns über Behandlungen im Ausland.
Reiseapotheke für Kinder.
Wenn dein Kind im Urlaub krank wird, zählt jede Minute – und dann ist es Gold wert, die richtigen Medikamente griffbereit zu haben. Denn viele Arzneimittel, die für Erwachsene gedacht sind, eignen sich für Kinder nicht oder nur in angepasster Dosierung. Das gilt zum Beispiel für fiebersenkende Mittel, die Kinder häufig als Zäpfchen oder Saft bekommen, aber auch für Insektenschutzmittel, die niedriger dosiert sein müssen.
Gerade die Kleinsten werden im Urlaub schnell krank: Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig entwickelt, sodass Fieber, Schnupfen oder Verdauungsprobleme keine Seltenheit sind. Pack deshalb zusätzlich zu deiner eigenen Reiseapotheke eine separate Tasche für deinen Nachwuchs – abgestimmt auf das Alter deines Kindes und euer Reiseziel.
Folgendes sollte in einer Kinder-Reiseapotheke nicht fehlen:
- Fiebersenkende Mittel (als Zäpfchen, Saft oder Tropfen)
- Hustensaft
- Nasentropfen
- Mittel gegen Bauchschmerzen und Blähungen
- Mittel gegen Durchfall und Übelkeit
- Elektrolytlösungen zum Trinken, um bei starkem Flüssigkeitsverlust den Mineralhaushalt auszugleichen
- Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50
Lass dich vor der Reise am besten in deiner Apotheke oder vom Kinderarzt beraten, welche Produkte und Dosierungen für dein Kind am besten geeignet sind.

So packst du Medikamente richtig.
Damit deine Reiseapotheke unterwegs zuverlässig ihren Dienst tut, kommt es auf die richtige Verpackung und Lagerung an. Hitze, Feuchtigkeit und Sonnenlicht können Wirkstoffe zersetzen – und im schlimmsten Fall wird das Medikament wirkungslos oder sogar schädlich.
Kontrollier vor der Abreise das Haltbarkeitsdatum aller Arzneimittel und sortier abgelaufene Präparate aus. Bereits angebrochene Blisterverpackungen solltest du ebenfalls entsorgen, da Tabletten ohne intakte Versiegelung an Qualität verlieren können. Nimm die Originalverpackungen samt Beipackzettel mit: So hast du die Einnahmehinweise griffbereit und vermeidest Probleme bei Zollkontrollen.
Grundsätzlich gehören Medikamente an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort – ideal sind Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. Lass sie also nicht im Auto, am Strand oder im aufgegebenen Koffer liegen. Bestimmte Arzneimittel wie Insulin oder manche Augentropfen brauchen eine durchgehende Kühlung zwischen 2 und 8 Grad. Für den Transport eignen sich kleine Kühltaschen mit wiederverwendbaren Kühlakkus. Achte darauf, dass das Kühlelement nicht direkt am Medikament anliegt, damit nichts einfriert.
Bei Flugreisen packst du alle wichtigen Medikamente am besten ins Handgepäck – das schützt sie vor extremen Temperaturen im Frachtraum, und du hast sie zur Hand, falls dein Koffer verloren geht. Beachte dabei, dass flüssige Arzneimittel über 100 Mililiter im Handgepäck nicht erlaubt sein können. Für bestimmte Medikamente – etwa Betäubungsmittel oder Spritzen – kann ein ärztlicher Transportschein nötig sein. Informier dich außerdem vorab über die Einfuhrbestimmungen deines Reiselandes, da manche Wirkstoffe dort besonderen Vorschriften unterliegen.
Noch ein Tipp, wenn du mit Kindern reist: Verstau die Reiseapotheke so, dass Kinderhände nicht drankommen – zum Beispiel in einer abschließbaren Tasche.

Dürfen die Medikamente mit ins Flugzeug?
Experten-Wissen:
Kurz gesagt: ja. Du darfst Medikamente im Handgepäck mitnehmen – und bei Arzneimitteln, auf die du dringend angewiesen bist, solltest du das auch unbedingt tun. Denn ein aufgegebener Koffer kann verspätet ankommen oder ganz verloren gehen. Ein paar Regeln gibt es trotzdem zu beachten.
Für Flüssigkeiten im Handgepäck gilt generell die 100-Milliliter-Grenze. Alle Behälter müssen in einen transparenten, wiederverschließbaren Beutel passen, und pro Person ist insgesamt maximal ein Liter erlaubt. Tabletten und Pulver sind von dieser Mengenbeschränkung nicht betroffen.
Nimmst du verschreibungspflichtige Medikamente mit, lass dir von deinem Arzt einen Medikamentennachweis ausstellen – am besten auf Englisch, damit er bei Kontrollen überall verstanden wird. Für bestimmte Arzneimittel, etwa starke Schmerzmittel oder Betäubungsmittel, kann zusätzlich ein Transportschein erforderlich sein. Sprich deinen Arzt rechtzeitig vor der Reise darauf an.
Denk an die Zeitverschiebung.
Wenn du Medikamente einnimmst, die an feste Uhrzeiten gebunden sind – etwa die Antibabypille, Blutdrucksenker oder Insulin – kann eine Zeitverschiebung den gewohnten Rhythmus durcheinanderbringen. Bei einem Zeitunterschied von weniger als zwei Stunden reicht es in der Regel, einfach bei deinem gewohnten Schema zu bleiben und dich am Zielort schrittweise an die neue Ortszeit anzupassen. Bei größeren Zeitverschiebungen solltest du vorab mit deinem Arzt besprechen, wie du die Einnahme anpasst, damit die Wirkung nicht beeinträchtigt wird oder es zu einer Über- oder Unterdosierung kommt. Stell dir am besten einen Wecker auf dem Handy, der dich auch unterwegs zuverlässig an die Einnahme erinnert – so verlierst du trotz Jetlag und Urlaubsmodus nicht den Überblick.
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